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mercredi 6 avril 2011

Die Ostsee in Gefahr: Dioxin, Kupferfarbe und Wracks

Die Ostsee gehört seit langem zu einem der gefährdetsten Binnengewässer unserer Erde, wobei sie bereits zu einem Fünftel als tot gilt. Ohne bedeutende Schutzmaßnahmen sterben jedes Jahr weitere Teile der Ostsee, was eines Tages dazu führen kann, dass sie sich nicht mehr regenerieren kann. Die Probleme sind sehr vielseitig und beginnen damit, dass Eigner von Freizeitbooten ihre Toiletten auf See entleeren und führen zu industriellen Ablagerungen von Schwermetallen früherer Unternehmen, die nie saniert wurden.

Drei der meist diskutierten Probleme der Ostsee sind jedoch der hohe Dioxingehalt, die verbotene Anwendung von kupferhaltiger Farbe bei Freizeitbooten und Wracks mit gefährlicher Last, die seit vielen Jahren auf dem Grund der Ostsee schlummern.

Obwohl Dioxin zu den gefährlichsten Giften unserer Zeit gehören, erhielt Schweden, gemeinsam mit Finnland, eine Ausnahmegenehmigung hinsichtlich der Dioxinwerte bei Ostseefisch. In Schweden darf dieser Fisch frei verkauft werden, obwohl das Gesundheitsamt Kindern und Schwangeren abrät, Ostseefisch öfter als zwei- bis dreimal im Jahr zu essen. Europa verbot lediglich den Export von schwedischem Ostseefisch, der über den europäischen Grenzwerten liegt, was jedoch nur dazu führte, dass kontaminierter Fisch mit nicht kontaminiertem Fisch vermischt wird bis die Werte stimmen und dann als Tierfutter verkauft wird.

Auf dem Grund der Ostsee findet man bis zu 100.000 Wracks aus allen Epochen, was den Forschern, falls sie an die Schiffe herankommen, eine besondere Freude bereitet, da Wracks in der Ostsee unbeschadet bleiben, da der Grund überwiegend aus Sand besteht und die Wasser-Holzwürmer, die sonst alte Schiffe zerstören, in der Ostsee nicht vorhanden sind.

Unter diesen Wracks befinden sich jedoch auch 31 Schiffe, die entweder hohe Mengen an Treibstoff oder aber giftige Stoffe gelagert haben. So befinden sich, zum Beispiel, auf der Mundogas, die 1966 vor Gräsö sank, rund 2000 Tonnen schwimmender Ammoniak. Diese Beurteilung der Gefährlichkeit bis zu 50 Millionen Kronen kosten kann, geschieht bisher nichts.

Ein weiteres Problem für die Ostsee verursachen die hunderttausende von Freizeitbooten, die zum Teil noch heute Farbe auf Kupferbasis für den Schutz des Rumpfes verwenden, obwohl dies in der Ostsee seit Jahren verboten ist. Jedes Jahr geraten noch 10.000 Kilogramm Kupfer durch Bootsfarbe ins Wasser. Hinzu kommen noch Zink, etwa 30 Tonnen Schwermetalle und andere Giftstoffe.

Einen ausführlichen Artikel über die Gefahren der Bootsfarben findet man in der Zeitschrift HavsUtsikt 2/2010
Eine Dokumentation über die Lage der Ostsee bietet der Rapport Havet 2010

Copyright: Herbert Kårlin

lundi 28 mars 2011

Sportfischen in Schweden

Auch wenn das Sportfischen in Schweden nicht unter das sogenannte Allemansrätt fällt, so finden Sportfischer aller Länder in Schweden eine große Freiheit. Seit 1985 das Recht für Freizeitfischer geändert wurde, dürfen alle Fischer, egal aus welchem Land sie kommen, mit Handgeräten entlang der schwedischen Küste, am Vänern, Vättern, Mälaren, Hjälmaren und Storsjön im Jämtland angeln. Ausgenommen sind lediglich gekennzeichnete Schutzgebiete und dass sich der Angler mit maximal zehn Haken an einer Leine begnügen muss. Um sich über andere Ausnahmen und Schutzgebiete zu informieren, ist es sinnvoll, dass sich jeder Sportfischer beim Länsstyrelse über seine Rechte informiert.

Für alle anderen Gewässer benötigt man in Schweden eine Fischereikarte. Meist kann ein Anwohner des entsprechenden Gewässers bei der Suche nach der für die Fischereikarte zuständigen Stelle helfen. Informationen über schwedische Fischgewässer findet man auch auf der Website der schwedischen Sportfischer, wo man auch vom Ausland aus die meisten Fischereikarten erwerben kann.

Natürlich darf man in keinem schwedischen Gewässer geschützte Fische fangen. Unter den geschützten Fischarten findet man, unter anderem, das Meerneunauge, Maifisch, Finte, Coregus tryboni, Peledmaräne, Moderlieschen, Ziege (Siechling), Flusswels und an den meisten Wassern auch Aal.

Auch während der Laichzeiten darf in Schweden nicht geangelt werden. Die entsprechenden Zeiten können sowohl bei den schwedischen Sportfischern, dem Länsstyrelse und den Fremdenverkehrsämtern erfragt werden.

Was die Größe der Fische, die gefangen werden dürfen, betrifft, so gelten auch in Schweden die für Europa einheitlichen Masse für jede Fischart. Ein Sportfischer muss sich daher auch in Schweden an die allgemein zugelassenen Masse halten.

An der schwedischen Küste reicht das allgemeine Wasser für Sportfischer bis zu 300 Meter von der Küste. Dies betrifft auch die Schären, insoweit die entsprechende Insel mindestens 100 Meter lang ist.

Für Vänern, Vättern und das Lachsfischen in den Flüssen Nordschwedens gelten Fanggrenzen, die exakt eingehalten werden müssen. Auch in diesen Fragen kann man sich an die schwedischen Sportfischer, das Länsstyrelse oder das Fremdenverkehrsamt wenden. Entsprechende Quoten gibt es auch für Garnelen, Hummer und andere Meerestiere, die an den schwedischen Küsten gefangen werden.

Copyright: Herbert Kårlin