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samedi 16 avril 2011

Berufsausbildung in Schweden

Die schwedische Berufsausbildung erfolgt im Normalfall nicht in einem privaten Unternehmen, sondern in einer Schule. Alle üblichen Lehrberufe werdeAusbildungsniveau bieten. Die Ausbildung wird teilweise von Praktiken in angeschlossenen Unternehmen begleitet, kann aber auch in Schulwerkstätten statt finden.

Die Wahl der Schule während der Gymnasialstufe ist daher in Schweden extrem wichtig, da manche Schulen nur mit einem Berufsabschluss enden, andere parallel die Hochschulreife bieten und ein Wechsel der Schule in der Oberstufe daher meist unmöglich ist. Bei spezialisierten Ausbildungen gibt es oft auch nur sehr wenige Schulen in Schweden, die bei Schülern eine Internatunterbringung fordern, falls man nicht zufällig im entsprechenden Ort wohnt.

Diese Art der Berufsausbildung in Schweden bildet für Kinder von Einwanderer teilweise erhebliche Probleme, da eine angefangene Lehrlingsausbildung in Schweden nicht fortgesetzt werden kann und ein später Einstieg in ein Berufsgymnasium keinerlei deutschem Niveau entspricht und den Schüler vor unüberwindliche Probleme stellen kann.

Es sind natürlich nicht nur Gymnasien, die zu einer Berufsausbildung helfen, sondern es gibt auch die KY (Kvalificerad Yrkesutbildning), die Folkhögskola, die Yrkeshögskola und Yrkesvux, die je nach Schulart seine Vor und Nachteile haben, aber immer dem Gymnasialniveau entsprechen. Und selbst unter den Gymnasien gibt es sehr große Unterschiede, da in Schweden ein Großteil der Gymnasien Privatschulen sind.

Auch eine in Deutschland abgeschlossene Ausbildung, selbst wenn sie in Schweden anerkannt ist, bedeutet nicht unbedingt, dass man in Schweden der neuen Aufgabe gewachsen ist, da die Ausbildungspläne bei sehr vielen Berufen nicht dem deutschen Ausbildungsplan entsprechen. Ein schwedischer Koch muss, zum Beispiel, auch eine Torte backen können und ein Automechaniker muss lackieren können und an der Karosserie arbeiten. Selbst ein deutscher Maurer ist noch lange kein schwedischer Maurer, obwohl beide in ihrem Herkunftsland gleich gut und gleich qualifiziert sind.

Andere Berufe, die in Deutschland über eine Lehre laufen, erfordern in Schweden einen Abschluss an einer Hochschule, was bedeutet, dass die entsprechende deutsche Berufsausbildung nur umgeschrieben wird, wenn man auch die Hochschulreife nachweisen kann.

Bei der Arbeitssuche kann man zwar oft mit Erfahrung punkten und auch eine Stelle finden, aber falls die Ausbildung nicht anerkannt ist, so wird man nicht mit dem gleichen Verdienst rechnen können wie eine in Schweden ausgebildete Kraft.

Bevor man sich daher auf den Weg nach Schweden macht, muss man sich sehr genau über die Ausbildung im Wunschberuf oder die Anerkennung seines Berufes informieren, damit Enttäuschungen vermieden werden.

Copyright: Herbert Kårlin

lundi 4 avril 2011

Die Hochschulprüfung in Schweden, Zugang zum Studium

Um in Schweden studieren zu können, so kann man natürlich ein Gymnasium oder ein Erwachsenengymnasium besuchen. Allerdings ist es nicht sicher, dass man nach Abschluss des Gymnasiums auch zu einem Studium zugelassen wird, denn auch in Schweden entscheiden Noten, bzw. Punkte, die man vorweisen muss, wenn man eine Hochschule oder eine Universität besuchen will.

Allen Schweden jeden Alters steht jedoch eine weitere Möglichkeit zur Verfügung, die den Zugang zu einer Hochschule (Högskola) oder einer Universität (Universitet) ermöglicht. Jedes Jahr findet landesweit eine sogenannte Högskoleprovet (Hochschulprüfung) statt bei der man selbst schlechte Schulleistungen ausgleichen kann oder trotz der schlechten Wahl eines Fachgymnasiums noch den Sprung zum Studium schaffen kann.

Jedes Jahr beginnen in Schweden etwa ein Drittel der Studenten ihr Studium auf Grund ihrer Högskoleprovet und nicht wegen Schulleistungen. Diese Prüfung steht nicht nur Schweden offen, sondern auch jedem Ausländer, wobei für einige Studien (z.B. Venerinär oder Lehrer) eine gute Högskoleprovet nahezu eine Voraussetzung für einen Studienplatz ist.

Die Anmeldefristen für die Högskoleprovet, die 350 Kronen kostet, sind jeweils am 15. Februar und am 15. September, wobei die Prüfung selbst jeweils an einem Samstag statt findet. Die Prüfungen bestehen aus mehreren Teilen, wobei ab der Herbstprüfung 2011 vor allem Mathematikkenntnisse eine wichtige Rolle spielen wird.

Auster Mathematik wird der Prüfling vor allem in Logik, sowie in Kenntnissen der schwedischen und der englischen Sprache getestet. Das Resultat der Högskoleprovet gilt jeweils für fünf Jahre lang, wobei man die Prüfung mehrmals machen kann und dann die beste der Prüfungen zählt.

Das Prüfungsergebnis wird in einer Skala zwischen 0,0 (schlechtestes Ergebnis) und 2,0 (bestes Ergebnis) angegeben, wobei alle Ergebnisse ab 0,1 automatisch an die schwedischen Hochschulen und das VHS (Verket för högskoleservice) weiter gegeben werden. Die Ergebnisse der Prüfung sind öffentlich und können allgemein eingesehen werden. Ausländer ohne schwedische Personennummer müssen das Ergebnis per Post an das VHS (Verket för högskoleservice) in Stockholm schicken.

Da die Högskoleprovet sehr breit gefächert ist, ist es ziemlich sinnlos sich gezielt auf die Prüfung vorzubereiten. Was gefordert ist, ist ein relativ breites Wissen, das garantiert, dass man ein Studium in Schweden auch schafft. Bevor man sich jedoch zu einer Högskoleprovet anmeldet, sollte man auf Internet zur Verfügung stehende frühere Prüfungen absolvieren und die Seite studera.nu besuchen, die Tipps für die Vorbereitung bietet.

Copyright: Herbert Kårlin