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mardi 29 mars 2011

Steuern und Abgaben eines Einzelunternehmens in Schweden

Ein Unternehmer, der in Schweden eine Enskild Firma (Einzelunternehmen) besitzt, bezahlt auf seinen Gewinn soziale Abgaben, kommunale Steuern und staatliche Steuern.

Der Bruttogewinn sind die Einnahmen (ohne Moms, Mehrwertsteuer) abzüglich der Ausgaben (ohne Moms), wobei jedoch nicht auf diese Gesamtsumme Steuern zu zahlen sind, denn von diesem Bruttegewinn dürfen noch 25 Prozent abgesetzt werden, um an die Summe des Überschusses (Verksamgetens Överskott) zu gelangen. Hiervon gehen dann, für die endgültige Steuerberechnung, nochmals bis zu maximal 10 Prozent ab, dem sogenannten Grundavdrag. Die genaue Höhe dieses Abzugs hängt jedoch von Gewinn ab.

Die sozialen Abgaben werden, im Gegensatz zu den Steuern, vom Überschuss berechnet und liegen bei 28,97 Prozent. Zu dieser Summe können, auf freiwilliger Basis, die Kosten für eine A-Kassan kommen, deren Höhe von der entsprechenden Versicherungsgesellschaft abhängen.

Auf die reduzierte Summe (nach Grundavdrag), die als Steuergrundlage dient, muss dann die Kommunalsteuer (Kommunalskatt) bezahlt werden, der von den einzelnen Gemeinden abhängig ist und im Durchschnitt bei 31 Prozent liegt.

Liegt der zu versteuernde Gewinn bei über 384.600 Kronen, so werden zusätzlich 20 Prozent Staatssteuern (Statsskatt) fällig. Übersteigt der jährliche Gewinn 545.200 Kronen, so erhöht sich diese Steuer auf 25 Prozent.

Nach Angaben des schwedischen Finanzamts sollte man ab einem Bruttojahresgewinn von etwa 600.000 Kronen mit Abgaben und Steuern von rund 50 Prozent rechnen, die logischer Weise auch in die Preispolitik des Unternehmens eingehen müssen. Bereits bei einem Bruttogewinn von über 750.000 Kronen im Jahr übersteigen die Abgaben jedoch 50 Prozent! Mit anderen Worten: Wer monatlich 31.250 Kronen verdienen will, muss einen Bruttogewinn von 62.500 Kronen im Monat erwirtschaften, also täglich über 2000 Kronen, Sonntage eingerechnet. Bereits bei einem Jahresbruttogewinn von 10.000 Kronen sind jedoch 2000 Kronen an Abgaben zu bezahlen und bei 120.000 Kronen Bruttogewinn werden es 46.000 Kronen, was bedeutet, dass man monatlich gerade einmal rund 6000 Kronen netto verdient hat, was mit Sicherheit nicht zum Leben ausreicht.

Copyright: Herbert Kårlin

dimanche 20 mars 2011

Bruttoverdienst und Nettoverdienst in Schweden

Wenn man in Schweden von Lohn und Gehalt spricht, so meint man grundsätzlich den Bruttolohn, was bedeutet, dass von dieser Summe erst einmal etwas über 30 Prozent an Abgaben abzuziehen sind, damit man auf den Nettogehalt kommt. In vielen Fällen zeigt sich, nach diesem Abzug, dass der schwedische Verdienst in sehr vielen Fällen unter jenem von Deutschland liegt, obwohl es in Schweden in vielen Fällen einen Minimallohn gibt.

Aber auch dieser Nettolohn entspricht in Schweden nicht unbedingt dem tatsächlichen Nettoeinkommen, da in dieser Summe keine Arbeitslosenversicherung eingeschlossen ist, die in Schweden, je nach Fachbereich und Versicherungskasse, im Durchschnitt zwischen 100 und 500 Kronen im Monat liegt.

Wer daher in Schweden 20.000 Kronen im Monat verdient, was in vielen Berufen als sehr korrekte Bezahlung angesehen wird, so findet man maximal 13.800 Kronen auf seinem Konto. Hinzu kommen dann unter Umständen noch die Abgaben für Gewerkschaft und die Arbeitslosenversicherung, was die Summe nochmals mindert. Und selbst bei 25.000 Kronen, was bereits als guter Verdienst betrachtet wird, so wird man am Monatsende kaum mehr als 17.000 Kronen auf seinem Konto finden.

Kinderlose Einzelstehende, kinderlose Ehepaare, sowie Einzelstehende oder Ehepaare mit Kindern bezahlen jeweils die gleichen Abgaben, da es in Schweden keine unterschiedlichen Steuerklassen gibt. Der Unterschied liegt nur darin, dass für jedes Kind von der Försäkringskassen ein Zuschuss (Barnbidrag) von etwas über 1000 Kronen pro Monat bezahlt wird.

Copyright: Herbert Kårlin