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jeudi 7 avril 2011

Über die Öresundbrücke (Öresundsbro) nach Schweden

Die Öresundbrücke oder Öresundsbro, wie sie im Schwedischen heißt, ist die schnellste Verbindung zwischen Dänemark und Schweden. Die 15,9 Kilometer lange Verbindung zwischen Kopenhagen und Malmö wurde am 1. Juli des Jahres 2000 geöffnet, wobei die Brücke selbst 7845 Meter lang ist und eine freie Segelhöhe von 57 Meter aufweist, was auch den größten Schiffen noch die Passage erlaubt. Täglich fahren über 20.000 Autos über die Öresundbrücke und weitere 30.000 Personen benutzen in dieser Zeit die Eisenbahn um von einem Land zum anderen zu kommen.

Die Öresundbrücke ist das ganze Jahr über zu benutzen, vorausgesetzt, dass sie nicht wegen sehr starken Stürmen geschlossen werden muss, was hin und wieder der Fall ist. Allerdings ist die Passage nicht kostenlos, sondern kostet etwa die gleiche Summe wie die Fähren zwischen Helsingör und Helsingborg.

Natürlich kann man bei jeder Fahrt an den Kassen, die sich auf schwedischer Seite befinden, ein Einzelticket lösen, was bedeutet, dass man pro Passage für ein Auto bis zu einer Länge von sechs Metern 360 Kronen bezahlt, für ein Motorrad 190 Kronen, für Kleinbusse oder Fahrzeuge mit Anhänger oder Wohnwagen 720 Kronen und für Reisebusse 1750 Kronen.

Wer im Laufe des Jahres viermal oder öfter über die Öresundbrücke fahren will, sollte jedoch auf die Einzelfahrscheine verzichten und sich einen sogenannten Bropass kaufen, der 300 Kronen für das Kalenderjahr kostet, aber jede Passage um mindestens 50 Prozent verbilligt. An Wochenenden bezahlt man mit dem Bropass für normale Fahrzeuge bis sechs Meter Länge sogar nur noch 139 Kronen statt der sonst üblichen 360 Kronen. Dieser Bropass muss allerdings rechtzeitig über Internet bestellt werden und kann nicht an der Grenze erworben werden. Allerdings kann der Bropass auch noch innerhalb von 30 Tagen nach einer Überfahrt bestellt werden. In diesem Fall wird die Differenz der Preise zurückbezahlt.

Wer sich nicht vertraglich binden will, kann natürlich auch eine Zehnerkarte kaufen, die jedoch, wenn man sparen will, innerhalb eines Jahres vollständig benutzt sein muss und im Voraus zu bezahlen ist. Die Zehner-Karte über die Öresundsbro (Öresundbrücke) kostet für Autos bis zu einer Länge von sechs Metern 2640 Kronen und für Motorräder 1460 Kronen. Der Vorteil dieser Zehnerkarte ist, wie schon beim Bropass, dass man die blauen Spuren an den Zahlstellen nehmen kann, wo man über Automaten bezahlen kann, was im Sommer die Wartezeit verkürzt.

Unmittelbar nach den Bezahlstellen der Öresundbrücke macht der schwedische Zoll häufig Stichproben. Man sollte sich daher bei jeder Einreise an die schwedischen Zollbestimmungen halten. Und selbst wenn die zulässige Menge an Alkohol vielleicht nicht erreicht ist, so achtet der Zoll auch auf eine eventuelle Überladung eines Fahrzeugs. Ist ein Fahrzeug, Wohnmobil, Anhänger oder Wohnwagen zu schwer, so muss das Übergewicht vor der Weiterfahrt kostenpflichtig beim Zoll gelagert werden.

Wer mit einem Haustier in Schweden einreist, sollte direkt die Spur für zollpflichtige Güter nehmen und nicht riskieren eventuell nach zehn Kilometern von einem Zollfahrzeug angehalten zu werden. Alle Haustiere müssen ordnungsgemäß und den entsprechenden Papieren am Zoll gemeldet werden, wenn man sehr große Probleme vermeiden will.

Auch wenn Schweden zu den europäischen Ländern gehört in die private Güter kostenlos eingeführt werden dürfen, so gelten dennoch einige Ausnahmen. Wer daher Waffen, gefährliche Güter (z.B. Harpunen), Medikamente, Lebensmittel oder Tabak nach Schweden mitnehmen will, sollte sich vorher über die Zollbestimmungen informieren, da für diese Gegenstände besondere Bestimmungen und/oder Grenzen gelten. Dies gilt jedoch nicht nur für die Einfuhr, sondern auch für die Ausfuhr. Vor allem Sportfischer sollten sich über Höchstgrenzen bei Fisch informieren.

Copyright: Herbert Kårlin

samedi 26 mars 2011

Mit Hund und Katze nach Schweden reisen

Auch wenn Hunde und Katzen in Schweden gern gesehene Haustiere sind und selbst in einigen Hotels und auf Campingplätzen willkommen sind, so können dennoch bereits an der dänischen oder schwedischen Grenze Probleme entstehen, falls man eine der Voraussetzungen zur Einfuhr eines Haustiers missachtet. Nichts ist für den Besitzer eines Hundes oder einer Katze schlimmer als das Tier sechs Monate lang in Quarantäne geben oder an der Grenze umkehren zu müssen.

Da die Regeln für die Einfuhr von Haustieren, sowohl in Dänemark als auch in Schweden, für verschiedene Länder unterschiedlich geregelt sind, zählen die folgenden Angaben ausschließlich für Länder der Europäischen Gemeinschaft, ausgenommen Großbritannien, Irland, Malta, Norwegen, Finnland und Åland. Für diese Länder gelten teils einfachere Regeln.

Die folgenden Bedingungen gelten nur privat eingeführte Hunde, Katzen und Frettchen, aber weder für andere Haustiere, noch für den gewerblichen Einfuhr von Haustieren oder den Versand von Haustieren. Im weiteren dürfen nicht mehr als fünf Tiere gleichzeitig mitgenommen werden, da sonst die Bedingungen für die gewerbliche Einfuhr von Haustieren gelten.

Ein Haustier muss bei der Einreise in Dänemark und Schweden beim Zoll angemeldet werden, falls der Tierhalter spätere Probleme vermeiden will. Es ist daher wichtig, mit einem Hund oder einer Katze im Auto die Spur für zollpflichtigen Verkehr zu nehmen und die für ganz Europa einheitlichen Papiere bereitzuhalten.

Jedes Haustier muss bei der Einreise tätowiert sein oder einen Mikrochip tragen, wobei ab 1. Juli 2012 nur noch der Mikrochip nach ISO-Norm 11784 akzeptiert wird. Jeder Tierarzt in Europa kann die Tiere entsprechend markieren.

An der Grenze muss der Tierhalter die „Veterinärbescheinigung für nicht gewerbliche Verbringungen von Heimtieren (Hund, Katze, Frettchen) in die Europäische Gemeinschaft (Verordnung EGNr. 998/2003)“ mitführen, das man bei jedem Veterinär erhalten kann. In diesem Formular muss der Tierarzt die Tollwutimpfung eintragen und kennzeichnen welche Markierung Hund oder Katze besitzen.

In dieser Bescheinigung muss auch die letzte Blutprobe mit Resultat angegeben werden, die die Tollwut-Antikörperbestimmung beinhaltet.

Seit 2004 müssen Hunde, Katzen und Frettchen beim Grenzüberschritt auch über einen sogenannten europäischen Haustierpass (Heimtier-Ausweis) verfügen, der in allen EU-Ländern, zuzüglich Schweiz und Norwegen, gilt.

Weiterhin muss das Haustier während der letzten zehn Tage vor der Einreise in Dänemark oder/und Schweden entwurmt worden sein. Die Wurmkur muss am Zoll belegt werden können, wobei bei einem Aufenthalt von über zehn Tagen auch bei der Ausreise aus Schweden in Dänemark eine neue Wurmkur innerhalb der gleichen Frist vorgelegt werden muss.

Unter gewissen Voraussetzungen kann man vom schwedischen Jordbruksverket für Tiere, die jünger als drei Monate sind und aus einem Land kommen, in dem es keine Tollwut gibt, eine Sondergenehmigung für den Einfuhr erteilt werden.

Copyright: Herbert Kårlin

mardi 22 mars 2011

Der Nordische Rat

Der nordische Rat, mit Sitz in Dänemark, wurde am 16. März 1952 von Dänemark, Schweden, Norwegen und Island gegründet, wobei sich Finnland dann 1955 ebenfalls anschloss. Der nordische Rat hat keine direkte politische Funktion, sondern ist eine zwischenstaatliche Organisation, die beratend mit den Parlamenten der einzeln nordischen Länder zusammenarbeitet.

Die erste bedeutende Errungenschaft des Nordischen Rates war die Einführung einer Passunion zwischen den angeschlossenen Ländern am 1. Juli 1954, die ähnlich dem Schengen-Abkommen den Grenzüberschritt ohne Kontrollen zwischen den nordischen Ländern und eine gemeinsame Arbeitsmarkspolitik ermöglichte, die es jedem Skandinavier ermöglichte in allen nordischen Ländern ohne besondere Genehmigungen zu arbeiten.

Der nordische Rat besteht aus 87 Repräsentanten der verschiedenen nordischen Länder und setzt sich aus Mitgliedern der entsprechenden Länderparlamente zusammen, die von den entsprechenden Parteien nominiert werden. Eine direkte Wahl gibt es nicht und ist nicht vorgesehen.

Eine besondere Bedeutung hatte 1971 die Einführung des Nordischen Ministerrates, wo sich Minister der Mitgliedsländer des Nordischen Rates gemeinsam treffen und gemeinsame politische Schritte vorbereiten, die alle angeschlossenen Länder gemeinsam betreffen.

Mit dem Beitritt von Dänemark, Schweden und Finnland zur Europäischen Union wurde der Nordische Rat erheblich geschwächt, da zahlreiche Aufgaben, die vom Nordischen Rat ausgeführt wurden, nun Europa-Angelegenheit wurden, was auch Island und Norwegen, die der Europäischen Gemeinschaft nicht angehören, zu einer gewissen Zusammenarbeit mit Europa zwingt.

Der nordische Rat verfügt gegenwärtig über 30 Arbeitsgruppen, die sich insbesondere mit Umweltfragen, Erwachsenenbildung, Kulturarbeit und der nordischen Steuerpolitik beschäftigen. Wie gering der Einfluss des Nordischen Rates auf die Politik der einzelnen Länder jedoch ist, zeigt das Beispiel Ostsee, die vom Nordischen Rat als prioritäres Schutzgebiet betrachtet wird, ohne dass jedoch die nordischen Regierungen die vom Nordischen Rat vorgeschlagenen und nötigen Maßnahmen ernsthaft in Angriff nehmen.

Copyright: Herbert Kårlin