lundi 21 mars 2011

Eine Wohnung in Schweden kaufen

Wer in Schweden in der Stadt wohnen will, jedoch weder eines der seltenen Häuser kaufen noch in Miete wohnen will, hat in der Regel nur die Möglichkeit sich eine Wohnung mit Bostadsrätt zu nehmen, einem System, das in Schweden seit dem 19. Jahrhundert existiert und eine Art Mischung zwischen Eigentumswohnung und Mietwohnung ist. Die Rechte des „Besitzers“ gleichen einem Eigentumsrecht, die Zahlungen erfolgen nach einem Mischsystem.

Bostadsrätt bedeutet Baugenossenschaftswohnung und hatte seinen Ursprung darin, dass sich eine Baugemeinschaft zusammen fand um gemeinsam ein Gebäude oder eine Häuserzeile zu errichten und nach gemeinsamen Regeln und geteilten Kosten zu verwalten. Heute werden diese Baugenossenschaften überwiegend bereits von den Baugesellschaften gegründet, die dann den Anteils-Käufern die Regeln und Kosten gewissermaßen diktieren.

Häufig kommt es vor, dass die Baugesellschaften auch Mietwohnungen (Lägenhetsrätt) in Baugenossenschaftswohnungen (Bostadsrätt) umwandeln und dann den Mietern den Erwerb von Anteilen anbieten. Diese Methode und die Förderung des Bostadsrätt durch die aktuelle Regierung ist einer der Gründe, warum Mietwohnungen in den großen Städten Schwedens immer geringer werden.

Bostadsrätt bedeutet, mit anderen Worten, dass der Käufer nicht seine Wohnung kauft, sondern einen Anteil an der Baugenossenschaft, der es ihm ermöglicht die Wohnung unbegrenzt zu nutzen und auch seinen Anteil (mit Wohnrecht) zu verkaufen. Andererseits bedeutet Bostadsrätt auch, dass jeder Anteils-Eigner jeden Monat einen Abschlag auf laufende Kosten tragen muss, die für Zinsen, Renovierungen, Gartenarbeiten usw. aufkommen.

Die Kosten für die Anteile und die monatlichen Zahlungen hängen von der Umgebung, dem Komfort und den unterschiedlichsten Leistungen ab und können daher selbst im gleichen Stadtteil erheblich variieren.

In Stockholm muss man damit rechnen, dass man bei einem durchschnittlichen Bostadsrätt für den Quadratmeter Wohnfläche zwischen 20.000 und 45.000 Kronen bezahlen muss, zuzüglich monatlichen Abgaben zwischen 2500 und 6500 Kronen. In Göteborg liegen die Preise etwa 15 Prozent unter denen von Stockholm und in Mälmö ist ein Bostadsrätt weitere zehn Prozent günstiger. In besonderer Lage und mit Bootsplatz können sich diese Preise allerdings auch verdoppeln.

Das Bostadsrätt verfügt in Schweden über das sogenannte Bostadsrättslag, das die Rechte und Pflichten einer Baugenossenschaft regelt. Wer ein Bostadsrätt erwirbt, muss in jedem Fall drei wichtige Punkte beachten: Der Käufer muss Mitglied in der Baugenossenschaft (Bostadsföreningen) werden, der Kaufvertrag muss schriftlich ausgefertigt werden und der Käufer muss selbst nach eventuellen Mängeln der Wohnung suchen, da der Verkäufer für Schäden, z.B. in Bad und Küche, nicht verantwortlich gemacht werden kann und diese Kosten zu Lasten des Käufers gehen.

Die monatlichen Kosten beim Bostadsrätt beziehen sich nur auf den Gesamtzustand des Gebäudes und der umgebenden Anlagen und schließen keinerlei Kosten innerhalb der Wohnung ein, ebenso wenig Wärme, Strom und Wasser. Beim Kauf eines Bostadsrätt muss man daher die Gesamtkosten überschlagen und die Konditionen des Vertrags sehr genau studieren.

Copyright: Herbert Kårlin

3 commentaires:

  1. Ich wollte schon immer Wohnung in wärmeren Regionen zu kaufen. Ich denke, es wäre großartig, <a href="http://www.terradalmatica.hr/immobilien/aktion-1-verkauf/typ-2-wohnungen>Wohnung in Kroatien</a> haben.

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  2. Ich möchte nächstes Jahr eine Eigentumswohnung kaufen und würde mich gerne bei Ihnen beraten lassen. Das Bostadsrätt-System kenne ich fast nicht.

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